Samstag, September 23

Ihr glaubt gar nicht, wie schön es ist, einfach gesund zu sein, und wieder ordentlich aufs Klo gehen zu können...nach zwei Wochen ein Traum. Ich sag es euch! Aber ehe ich mich wieder in wilde und ausschweifende Begeisterung verliere, breche ich lieber ab. Ich habe, glaube ich, die letzten Tage meine Mitpraktikanten schon genug genervt. ;)

Mit steigender Gesundheit steigt aber nicht nur das Lebensgefühl sondern auch das Bedürfnis wieder etwas mehr zu unternehmen, so dass wir - Dorothee, Michael, Sören und ich – uns vergangenen Samstag aufmachten, um dem nahegelegenen Aburi einen Besuch abzustatten.

Dort gibt es die Möglichkeit, den botanischen Garten zu besichtigen, womit wir auch gleich begannen.

Zwar hatten wir zunächst Pech mit dem Wetter, da es die ganze Zeit nieselte und später auch richtig regnete. Dennoch fand ich den Garten wunderschön und sehr entspannend, zumal der Regen eine besondere Atmosphäre schuf, die den botanischen Garten noch intensiver erscheinen ließ. Außerdem habe ich hier endlich auch zum ersten Mal einen Kakaopflanze gesehen, und die Gelegenheit genutzt, ein...äh... Ansichtsexemplar mitzunehmen.




Kakao!


Große Bäume...Ich, Michael, Sören

Keine Ahnung, wie der da hinkommt...daneben Dorothee

Zwischendurch aßen wir in einem Restaurant eine Kleinigkeit (kalte Pommes, naja), und ich bekam nach dem Besuch der Toilette etwas Panik, da die Spülung nicht funktionierte, bis ich merkte, dass diese wohl per Hand aufgefüllt werden musste...habe ich schon wieder mit dem Thema angefangen?Nee, oder? Ich kann's wohl nicht lassen. :)

Nach dem botanischen Garten ging es zu den hiesiegen Schnitzerei-Werkstätten und Verkaufsständen, welche ihr euch ungefähr als Erzgebirge auf arfrikanisch vorstellen müsst. Nur gibt es keine Pyramiden und Räuchermännchen sondern Elefanten und Masken. Aber sonst... ;)



Die Preise waren wie immer Verhandlungssache und konnten auch teilweise bis um die Hälfte heruntergehandelt werden.

Eine Herde Elefanten und ein paar andere Kleinigkeiten später fuhren wir geschafft aber gut gelaunt mit dem Tro-Tro zurück nach Accra.

Sonntag nutzen wir, um wieder einmal nach Krokobitey an den Strand zu fahren, wohin bereits einen Tag zuvor schon Kristian und andere Praktikanten gereist sind.

Nachdem ich beim letzten Mal keine Fotos gemacht hatte, erledigte ich dies gleich zu Beginn, um mich anschließend in die Sonne zu packen und, beschallt von Sörens „Werder Bremen“ Fangesängen, die er zwischenzeitlich mit den einheimischen Kindern anstimmte, den Tag genoß.


Blick nach links...

...und nach rechts...

...nach hinten...huch...


...und wieder nach vorn.

Allerdings werde ich nächstes Mal die Sonnencreme etwas ordentlicher auftragen, da zwar diese Stellen weiß blieben, aber der restliche Körper inklusive den Großteilen des Bauches und Rückens einen Farbwettbewerb mit den Krebsen aufnahm. Ich glaube, ich habe sogar gewonnen. Sieht aber irgendwie komisch aus, jetzt...muss nochmal in die Sonne!



Rückfahrt im Tro-Tro.Kristian, Jule, ich.


Sören.Weiß aber nicht, ob er was mit dem Zustand seines Nachbarn zu tun hat.Killer! :)


Gestern abend war es dann soweit: DINNER in einem französischen Restaurant!

Veranstaltet vom RMS-Projekt, um Christoph zu verabschieden, der das Projekt verlässt, um nun in Berlin bayerische Interessen zu vertreten, wurden Persönlichkeiten der Steuerbehörden Ghanas sowie der GTZ in Ghana nebst deutschem Botschafter eingeladen. Sogar eine Vertretung von der Schweizer Botschaft war da.




Heiko, ich.

Mein persönlicher Höhepunkt war aber nicht, wie ihr vielleicht denkt, das Buffet sondern die Geschenkübergabe an Christoph, die ich total lustig fand, da er neben anderen Dingen die Kleidung eines ghanaischen Chiefs – eine Art Stammeshäuptling – bekam, die er auch gleich anziehen musste. *g*


"Nana" Dr. Christoph Habammer. :)

An dem Abend ist mir aufgefallen, dass sich die Bayern nicht nur in Sachsens Justiz „breitmachen“, sondern auch in Ghana...aber die Ostdeutschen sind auch schon fleissig am erobern und bauen das ganze clever von unten auf, indem sie sich von der Praktikantenseite heranarbeiten. Denn abgesehen von Sören sind im RMS-Projekt nur Ossis. Sehr zum Leidwesen Christophs, der sich augenzwinkernd schon öfters darüber beschwerte. :) Wohl deshalb gab es als Abschiedsgeschenk, welches ich heute auf meinem Schreibtisch fand, ein Video zu Bayerns Schlössern?!

Leider ist er aber nun nicht mehr da, so dass auch die interne und äußerst interessante Frage, wo auf einem Brief auf der Vorderseite der Absender hinkommt, wohl niemals befriedigend geklärt werden kann. Für wertvolle Hinweise bin ich aber dennoch weiterhin sehr dankbar!


Ein schönes Wochenende!

Man liest sich...